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Gesetzliche Regelungen - Leihmutter und Leihmutterschaft

Die Leihmutter im Ausland

Die Leihmutter, also die Frau, die ein Kind für ein anderes Paar austrägt, macht sich in vielen Ländern strafbar. Insbesondere in Deutschland ist jede Form der Leihmutterschaft illegal und gesetzlich verboten. Für deutsche Paare gibt es demnach keine Chance, ein Kind über eine Leihmutter zu bekommen. Sie müssen sich unweigerlich an eine Leihmutter im Ausland wenden, um sich den Kinderwunsch zu erfüllen. Doch auch hier gibt es Unterschiede.

Wo die Leihmutterschaft erlaubt ist

In Belgien, Spanien, den Niederlanden, den USA und in Griechenland, sowie in Großbritannien ist die Leihmutterschaft grundsätzlich erlaubt. Allerdings gibt es bei der Leihmutterschaft im Ausland auch einige rechtliche Fallstricke zu bedenken, so dass die vor Ort geltenden Rechtsbestimmungen genau bedacht werden müssen.

In den Niederlanden beispielsweise ist die Leihmutterschaft erlaubt. Allerdings ist es nicht erlaubt, Verträge mit der Leihmutter abzuschließen. Auch die öffentliche Suche und das öffentliche Anbietern als Leihmutter sind illegal. In Spanien dagegen können zwar Verträge mit der Leihmutter geschlossen werden, sofern diese das Kind dann aber doch behalten will, sind diese Verträge nichtig.

Griechenland: Erschwerte Bedingungen für die Leihmutterschaft

In Griechenland hingegen gelten besonders erschwerte Bedingungen, wenn eine Leihmutter den Kinderwunsch erfüllen soll. Hier darf die Leihmutter nicht bezahlt werden und die Frau, deren Kinderwunsch unerfüllt blieb, muss bei Gericht einen Antrag stellen. Diesem wird nur bei einer Unfruchtbarkeit der betroffenen Frau stattgegeben. Ebenfalls muss die Gesundheit der Leihmutter überprüft werden und die sozialen Eltern, sowie die Leihmutter müssen einen festen Wohnsitz in Griechenland haben.

USA: Das Land der Leihmütter

Ganz anders sieht es dagegen bei der Leihmutter in den USA aus. Hier ist die Leihmutterschaft zwar nicht in allen, aber doch in einigen Bundesstaaten erlaubt, wie unter anderem in Minnesota oder Kalifornien. Die Vermittlung einer Leihmutter kann über professionelle Agenturen erfolgen. Der Abschluss von Verträgen und die Vereinbarung einer Bezahlung für die Leihmutter sind dann legal. Ebenfalls unterstützen die Agenturen für die Leihmutterschaft in den USA die sozialen Eltern dabei, das Kind in ihrem jeweiligen Land einzubürgern.
 

Deutschland
In Deutschland verbietet das im Januar 1991 in Kraft getretene Embryonenschutzgesetz aus ethischen, sittlichen und moralischen Gründen jegliche ärztliche Leistung bei Leihmutterschaften.

England
In England sind Leihmutterschaften seit 2008 erlaubt

Ukraine
Seit 2002 ist die Leihmutterschaft sowie die Leihmutterschaft in Kombination mit Ei- und/oder Samenspende in der Ukraine legal. Das geborene Kind ist rechtlich das Kind der zukünftigen Eltern.

Frankreich
In Frankreich ist 2008 ein Gesetzentwurf zur Erlaubnis von Leihmutterschaften befürwortet worden - über den aktuellen Stand muss gesondert informiert werden.

Georgien
Seit 1997 ist in Georgien die Leihmutterschaft und Sperma- oder Eizellspende gesetzlich zugelassen. Laut diesem Gesetz besitzt der Spender oder die Leihmutter kein Elternschaftsrecht. Die Leihmutter wird in der Geburtsurkunde nicht eingetragen. Somit unterscheidet sich die Geburtsurkunde des Kindes nicht von den Geburtsurkunden anderer Kinder.

Indien
Indien ist die kommerzielle Leihmutterschaft legal.

Spanien
Erlaubt

Deutschland
Verboten

Österreich

Dänemark
Verboten

Schweden
Verboten